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Allgemeines

Die Mitglieder der LSV übernehmen verantwortungsvolle Funktionen (Vorstände, Fluglehrer, Flugleiter, Windenfahrer, Werkstattleiter, Motorseglerwarte und Fallschirmpacker).
Für diese verantwortungsvollen Funktionen mussten umfangreiche Prüfungen abgelegt werden. Alle Tätigkeiten werden ehrenamtlich ausgeführt.

Die Geschichte des Segelfluges im Fichtelgebirge und der LSV Schönbrunn-Wunsiedel

1930
Ein bedeutsames Jahr. Der damals 26jährige Robert Kronfeld rückte die Weltrekordmarke im Streckenflug auf 164 km, als er von der Rhön bis Marktredwitz flog.

Mit seinem historischen Flug nach Marktredwitz beginnt die Geschichte des Segelfliegens im Fichtelgebirge. Kronfeld, von der Rhön kommend, hatte das Schneebergmassiv überquert und war in niedriger Höhe über Schönbrunn weggeflogen. Dieses Ereignis beobachteten 4 junge Schönbrunner Burschen. Sie liefen bis zum Ortsrand mit und sahen dem Segelflugzeug nach, bis es ihren staunenden Blicken entschwunden war.
Zwar konnten sie die Landung nicht miterleben, doch war das Interesse am motorlosen Flug geweckt. Spontan sagte einer: „So ein Ding bauma!“. Die drei anderen Freunde waren sofort von der Idee begeistert und stimmten dem Plan zu. Sie gewannen für ihr Vorhaben noch drei weitere, gleichaltrige KollegenZielstrebig verfolgten sie ihren Plan. Sie beschafften sich Bücher und Informationen und begannen mit dem Bau eines ersten Segelflugzeuges.

1932 
Am 7. Februar 1932 erfolgte der erste Start mit dem „PEGASUS“ gleich unterhalb der Ortschaft Schönbrunn. Unter den Augen vieler Zuschauer erhob sich das Flugzeug 6 m hoch und flog 60 m weit. Geflogen wurde meistens auf der Westseite des Hildenbühls, bei Nordwind auch auf dem Schönbrunner Berg in Richtung Göringsreuth.

Mobirise

1934
Unter der Federführung der Luftsportgruppe Schönbrunn wurde im Frühjahr 1934 in Wunsiedel ebenfalls eine Fluggruppe ins Leben gerufen. Eine Werkstatt wurde bei der Fa. GRASYMA in der Hofer Straße angemietet. Dort wurde ein Einheits-Schulgleiter “Grunau 9“ mit Sitzverkleidung und dem dazugehörigen Transportanhänger gebaut.
Anlässlich des 1. Flugtages auf dem Katharinenberg fand die Taufe des Gleitflugzeuges „Grunau 9“ der Wunsiedler Gruppe statt.
Ein wichtiger Tag war der 4. März 1934. Vom Flugsportverein SeIb war eine Einladung zu einem Segelflugwettbewerb eingegangen. Die Wunsiedler Gruppe brachte ein Auto zum Transport der neuen Maschine mit. Seit dieser Zeit gibt es eine gemeinsame Fliegergruppe, die Luftsport -Vereinigung Schönbrunn-Wunsiedel.
In Schönbrunn wurde zu dieser Zeit an allen Hügeln und Hängen geflogen, immer dort, wo der Wind gerade günstig war, so auf dem “Hildenbühl“, dem “Hammerbühl“ der “Gottesgabe“, der “Bergwiese“, beim “Birklein“, der “Reinels Spitz“, der “Aacher Wiese“ oder dem “Schönbrunner Berg“. Auch Segelfliegergruppen aus anderen Orten wie Selb, Marktredwitz, Waldsassen,
Gefrees, Bischofsgrün und Brand fanden sich hier ein.

1935
Auch in anderen Orten entstand ein Interesse am Segelflug. So z.B. in Tröstau war eine große Gruppe entstanden, die in Schönbrunn das Fliegen erlernte und sich in ganz Deutschland weiter ausbilden ließ.

1947
Nach dem Krieg lebte 1947 die LSV wieder auf. Es wurde –noch im Geheimen- mit dem Bau eines doppelsitzigen Segelflugzeugs, einer Gö4, begonnen.

1950
Offizielle Gründung des Vereins am 14. September 1950. Jedoch konnte die offizielle Eintragung in das Vereinsregister, wegen des bestehenden Verbots der Allierten, erst am 9. Oktober 1952 erfolgen.

1951
Als das Fliegen am 28.April 1951 von den Besatzungsmächten wieder erlaubt wurde, war die LSV einer der ersten Vereine die wieder Segelflug betrieben. Geflogen wurde auf verschiedenen Flugplätzen in der Umgebung, da noch kein eigenes Fluggelände zur Verfügung stand.

1955
Seit dem 18. September 1955 findet Flugbetrieb auf dem neuen Flugplatz in Tröstau statt.

1959
Richtfest der Flugzeughalle .

1971
Anschaffung des ersten Motorseglers im Verein - ein SF25 B Falke .

1980
Mit der ASW 19b erhält der Verein sein erstes Flugzeug in GFK-Bauweise (Glasfaserverstärkter Kunststoff)

1984
Im April wird, nach langen Verhandlungen, der Glasbach überbrückt, der am Beginn der Startbahn den Flugplatz quert und bis dahin eine große Gefahrenquelle darstellte.

1985
Erteilung der Genehmigung für den Betrieb von Ultraleicht-Flugzeugen.

1986
Erweiterung der Flugzeughalle Richtung Startbahn um die Unterstellsituation zu verbessern.
Ferner erfolgt der Bau eines neuen Vereinsheims als Blockhütte.
Die bis dahin verwendete Fertiggarage wird als Untergestell für den neuen Tower verwendet.

1987
Baubeginn des neuen Towers auf der Fertiggarage.

1989
Das Vorfeld wird gepflastert
Der neue Tower ist fertiggestellt.
Außerdem wurde ein erstes (intern entwickeltes) EDV-Programm zur Flugplatzverwaltung und Abrechnung in Betrieb genommen.
Ferner wird die Landebahn grundlegend saniert. In dieser Zeit findet der Flugbetrieb auf den Nachbarplätzen der Ottengrüner-Heide und in Zell-Haidberg statt.

1990
Der Querweg der Teilnehmergemeinschaft Flugbereinigung Leupoldsdorf wird mit einer Ampelanlage gesichert.

1991
Fertigstellung des Toilettenanbaus.

1992
Bau der Aussichtsterrasse an der "Fliegerhütte".

1993
Anschaffung einer ersten "Doppeltrommelwinde", bei der zwei Seiltrommeln montiert sind, um kurz hintereinander zwei Segelflugzeuge starten zu können.
Außerdem erhält der Verein die allgemeine Genehmigung für den Betrieb von Ultraleicht-Flugzeugen - bis dahin war diese nur eingeschränkt erteilt gewesen.
Ferner wird in diesem Jahr die "Nordbahn" gebaut - um 8 Grad gedrehte Erweiterung der bestehenden Bahn.

1994
Erneuerung der Bachverrohrung und vollständige Nutzbarkeit - ein gefahrloses überrollen ist damit möglich.
Erweiterung des gepflasterten Bereiches am Vorfeld. 

1996
Ein neuer Motor wird in die Schleppwinde eingebaut.

1998
Das Dach der Flugzeughalle wird neu gedeckt.

2000
Die Terrasse wird neu aufgebaut und erhält einen Windschutz.
Erster Segeflugwettbewerb auf dem Flugplatz Tröstau, bei dem mittels Flugzeugschlepp gestartet wurde - der 5. Euregio-Egrensis Segelflug Wettbewerb.

2001
Erstellung der ersten Homepage für den Verein.
Umstellung auf ein neues (wieder intern entwickeltes) EDV-Programm zur Vereinsverwaltung und Abrechnung.

2003
Bau der Hallenerweiterung "Holzhalle".

2006
Große Überschwemmung des Flugplatzes nach Starkregen am 28. Mai. Die Halle steht unter Wasser und es entsteht großer Schaden an Gebäuden, Fahr- und Flugzeugen.

2015
Der Verein tauscht den SF 25 E "Falken" in einen schleppfähigen SF 25 C "Falken" aus. Damit hat die LSV zum ersten Mal ein eigenes Schleppflugzeug.

2016
Austausch der Benzin-Schleppwinde durch eine Elektro-Winde .


LSV Schönbrunn-Wunsiedel e.V.  - Flugplatz Tröstau im Fichtelgebirge    ;  118.535 MHz - Rufzeichen: "Tröstau Info"